Gotthard

Gotthard

Uri Gotthard 17027   Steinart Granit
  Fundort Gotthard Pass
  Farbe weiss, schwarz, grau
  Kollektion zu den Gotthard Steinen

 

Historische Bedeutung als Baustoff

mittlere Rhain Brücke Basel
mittlere Rhain Brücke Basel

Der Wassner Granit war äusserst hart und von bester Qualität. Die Stadt Basel liess deshalb 1902 die Mittlere Rheinbrücke ganz aus Wassner Granit bauen – der grösste Auftrag für den Steinbruch. Bern setzte ebenfalls auf Stein aus dem Gotthardgebiet. Viele Treppen im Bundeshaus sind aus Wassner Granit.

 

 

 

Philippinischer Nationalheld steht auf Wassner Granit

José Rizal Nationalheld phillipinischer Nationalheld Gotthard Granit Sockel
José Rizal Nationalheld phillipinischer Nationalheld Gotthard Granit Sockel

Der Stein machte aber auch international Karriere. So wurden Sockel und Obelisk des Denkmals für den philippinischen Nationalhelden José Rizal aus Wassner Granit gemeisselt. Das Projekt wäre jedoch um ein Haar gescheitert: Schwedische Granitwerke machten kurz vor dem Ausliefertermin eine günstigere Offerte.

Nur eine Intervention des Bundesrats machte es möglich, dass der Auftrag in Wassen blieb.

 

 

Steinbruch 

Baumann Epp Bau AG

Steinbruch Güetli Gurtnellen
Steinbruch Güetli Gurtnellen

Bereits seit 1997 gewinnt und veredelt die Baumann Epp Bau AG die besten Schweizer Granite aus der Gotthardregion. Ihre Leidenschaft zum Granit führte sie seit Mitte der 90er Jahre über mehrere Abbaustandorte – von Göschenen nach Gurtnellen bis hin zum 2017 neu eröffneten Steinbruch in Wassen.

 

 

 

Heute betreiben sie den Steinbruch «Güetli» in Gurtnellen sowie den Steinbruch «Standel» in Wassen. Der Steinbruch «Güetli» ist bereits seit 2011 in Betrieb und dient gegenwärtig nicht mehr in erster Linie für den Steinabbau sondern als Deponie für sauberes Aushubmaterial. Dieser wird denn auch aufgrund der auslaufenden Konzession im Jahr 2020 geschlossen. Parallel dazu betreiben sie den Steinbruch «Standel», der ihnen ab 2021 zusätzlich als Deponie für sauberes Aushubmaterial zur Verfügung steht.

Quelle: www.baumann-epp.ch

Konsessionsvertrag

Damit Steine von der Korporationsparzelle oberen Gütsch in Göschenen entnommen werden können, braucht die Gotthard Granit AG einen Konzessionsvertrag. Nachdem alle behördlichen Bestimmungen für den geplanten Steinabbau vorhanden waren, hat der Korporationsrat auch der Vertrag zwischen der Korporation und der Gotthard Granit AG genehmigt. Darin ist unter anderem festgeschrieben, dass der Engere Rat die Konzessionsgebühr alle fünf Jahre den veränderten Verhältnissen anpassen kann. Der Vertrag endet mit dem Abschluss der Materialentnahme aus dem Abbaugebiet. Als Datum für den Vertragsablauf gilt der 31. Dezember 2010.

Quelle: www.srf.ch

Uri Gotthard Pass Teufelsstein
Uri Gotthard Teufelsstein

Uri Gotthard Pass
Uri Gotthard Pass

ehemaliger Steinbruch in Wassen

Das Urner Dorf Wassen ist vor allem für sein «Chileli» bekannt. Wassen hat aber weit mehr zu bieten: Bis in die 1970er-Jahre gab es im Dorf einen Steinbruch, in dem Granit abgebaut wurde. Der harte Stein war so begehrt, dass er es nicht nur ins Bundeshaus, sondern bis auf die Philippinen schaffte.

Heute erinnert fast nichts mehr an die einst blühende Steinindustrie im Urner Oberland. Im Laufe der Jahre hat die Natur die damals schon von weitem sichtbaren Einschnitte der Steinbrüche im Gotthardgebiet überwachsen. Ein Steinbruch, der aussergewöhnliche Berühmtheit erlangte, war der Steinbruch Antonini in Wassen.

Er wurde vom italienischen Steinmetz Michele Antonini 1880 direkt oberhalb des Bahnhofs gegründet. So konnten die Steine direkt auf die Eisenbahn verladen und weitertransportiert werden.

Jeder Stein von Hand gemeisselt

Wassner Granit ist sehr fein strukturiert – nur Spezialisten konnten den Stein bearbeiten. Die meisten Steinmetze im Wassner Steinbruch stammten deshalb aus dem italienischen Bergamo.

Die Steinmetze mussten sowohl bei grosser Hitze als auch bei klirrender Kälte im Akkord arbeiten. Sank das Thermometer unter null Grad, konnten die Steine nicht mehr gespalten werden. Für die Arbeiter bedeutete dies, dass Arbeit und Lohn ausfielen.

Konkurrenz von Maschinen

In den 1970er-Jahren musste der Steinbruch seinen Betrieb einstellen. Zu gross wurde die Konkurrenz von Maschinen und vom günstigeren und einfacher zu bearbeitenden Tessiner Gneis.

Sehen wird man den Wassner Granit aber noch lange: Unzählige Kolonnensteine entlang von Strassen in der ganzen Schweiz stammen aus Wassen. Und im Dorf selbst zeugen noch die Staumauer Pfaffensprung und das Schulhaus von der Blütezeit des Wassner Granits.

Damit das Wissen über den geschichtsträchtigen Ort nicht in Vergessenheit gerät, hat Heinz Baumann den ehemaligen Steinbruch in ein idyllisches Freilichtmuseum verwandelt.

Zum SRF Video…

Quelle: www.srf.ch

 

 

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